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Heiter. Bedeckt
Wahrnehmungen durch das Weitwinkelsubjektiv
Salzburg 2022


124 Seiten, 12,5 x 19,5 cm
Hardcover


€ 18.-
ISBN: 978-8904068-66-6
Edition Tandem

 

Zum Buch:

Ein einschneidender Kinobesuch in New Yorks Greenwich Villlage inklusive Begleitmusik, ein ausgerechnet der Polizei zu verdankendes Begräbnisvergnügen im Westen Wiens, ein Kindersturz vom Pferd oder ein Taschenmesser im Kopf sind nur einige der biographischen Ausgangspunkte für Ludwig Lahers grundsätzliche Betrachtungen und Verknüpfungen mit aktuellen gesellschaftlichen Themenstellungen. Denn nichts liegt dem Autor ferner als Introspektion um der Introspektion willen, weswegen er seinem inneren Auge ganz automatisch ein Weitwinkelsubjektiv vorsetzt. Das kostet nicht viel, meint Laher, nur Wachheit und Erkenntnisinteresse, das den Tellerrand übersteigt.

 

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Kritikerstimmen:

Es ist nichts Außergewöhnliches, ja geradezu schriftstellerische Überlebens-Notwendigkeit, wenn renommierte Autoren, die über Jahrzehnte hinweg beharrlich an ihrem Werk arbeiten, wie dies Ludwig Laher spätestens seit den 1990er Jahren erfolgreich tut (...), zeitweise innehalten und eine Art selbstreflexive Zwischenbilanz des eigenen Lebens, Werdens und Schaffens ziehen. Auf knappen 120 Seiten praktiziert dies Ludwig Laher auf beeindruckende, weil erhellende und unprätentiöse, ja oft wohltuend lakonische Art und Weise. Dabei gelingt es ihm mit den zwölf, zum Teil weitverstreut bereits publizierten und mit einigen erstmals veröffentlichten Reflexionen – trotz der unterschiedlichen Themen, auf die es ihm letztlich ankommt –, ein „stimmiges Ganzes“ zu schaffen. (...) Da ist keine Schwere, da ist nichts Kopfiges oder Theoretisierendes, es ist letztlich heitere Gelassenheit und erhellende Abgeklärtheit, die diese aufklärende Prosa prägen – auch mit dem Anspruch, keine Balken im eigenen Auge zuzulassen, und mit der Bereitschaft, scheinbar Festgefügtes und unbefragbar Gültiges der Überprüfung zu unterziehen. (...) Es wäre nicht der sprachsensible Laher – man erinnere sich nicht zuletzt an seine viel zu wenig beachteten Gedichtsammlungen „feuerstunde“ (2003) und „was hält mich (2015) –, würden nicht in fast jedem Essay Bedeutungsdimensionen der Wörter und das Funktionieren der Sprache als wahrnehmungssteuernde Kraft umkreist werden – die Sprache in ihrer verblendenden, ideologiegefährdenden und zugleich erhellenden Kraft.

(Karl Müller, literaturkritik.de)

Mit "Heiter. Bedeckt" bringt Laher einen neuen (...) Band heraus. Darin versammelt er Geschichten, in denen immer wieder biographische Splitter zutage treten. Er lässt die Lesenden teilhaben an einer starken Wechselwirkung zwischen den Blitzlichtern aus seinem Leben und dem jeweils verhandelten Gegenstand.

(Daniela Wagner-Höller, ORF)